Der Begriff Reformation wird seit der Mitte des 19. Jh. explizit für den theologischen, politischen und gesellschaftlichen Umbruch im 16. Jh. verwendet, durch welchen die westliche Christenheit in mehrere Konfessionskirchen zerfiel. Im Seminar geht es um Ursachen, Verlauf und Wirkung dieses Prozesses im Ostseeraum. Durch die Beantwortung von Fragen nach Kontinuität und Systembruch, nach dem historischen Umfeld, den Trägern der Reformation, der Rezeption und den angestoßenen Veränderungen soll eine vergleichende Untersuchung vorgenommen werden. Neben einer aktiven Teilnahme wird von jedem Teilnehmer die Bereitschaft zur Übernahme eines Forschungsauftrages erwartet, der mit dem Thema der künftigen Hausarbeit oder der mündlichen Prüfung korrespondiert. Die Ergebnisse sollen im Verlaufe des Seminars in Form von Vortragen präsentiert besprochen werden.

Literatur zur Einführung:

Hans Josef Schmitz (Hrsg.), Rolf Decot. Luthers Reformation zwischen Theologie und Reichspolitik, Frankfurt a. M. 2007; Matthias Asche u. Anton Schindling (Hrsg.), Dänemark, Norwegen und Schweden im Zeitalter der Reformation und Konfessionalisierung, Münster 2003; Arno Mentzel-Reuters und Klaus Neitmann (Hrsg.), Preussen und Livland im Zeichen der Reformation (Tagungsberichte der Historischen Kommission für Ost- und Westpreußische Landesforschung, 28), Osnabrück 2014; Erkki I. Kouri und Jens E. Olesen (Hrsg.), Cambridge History of Scandinavia. Vol. II (1520-1870), Cambridge 2016.

Ort: SR 3.06, Domstraße 9 a

Zeitpunkte: mittwochs 14:15-15.45 Uhr