Die Klimakrise, größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts, ist auch ein Thema für die Ethik. Trotz globalem Klimaschutzabkommen von Paris 2015 drohen wir das Ziel die Erderwärmung bei 1,5 Grad zu stoppen, zu verfehlen. Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits heute spürbar und können bei Überschreitung bestimmter Kippunkte ungeahnte irreversible Folgen haben. Auch wenn der Klimawandel nicht an Ländergrenzen haltmacht, sind die am stärksten Betroffenen nicht die Hauptverursacher der Krise, sondern die bereits benachteiligten Länder des globalen Südens, die sich zudem auch noch weniger gut an die Folgen anpassen können.

In diesem Seminar werden wir Texte zur aktuellen Debatte um Klimagerechtigkeit lesen. Primäre Textgrundlage wird dabei die Aufsatzsammlung „Klimagerechtigkeit und Klimaethik“ (2015) von Angela Kallhoff sein. Welche Verteilungsprinzipien für Emissionen sind fair? Wie kann Kooperation gelingen? Wie umgehen mit „Klima-Flüchtlingen“? Dürfen oder sollten gar Geo-Engineering Maßnahmen ergriffen werden? Diese und weitere Fragen sollen im Seminar diskutiert werden.


Die Veranstaltung ist primär ein weiteres Angebot für das Basismodul B7 Umweltethik bzw. B7 Ethik und Recht (Landschaftsökologie, B.Sc.) und kann ‚analog‘ zu dem Seminar „Texte der Umweltethik“ bei Prof. Martin Gorke angerechnet werden. Daneben ist die Veranstaltung geöffnet für Interessierte aus der Philosophie und weiteren Fachbereichen.